Wachsender Markt der erneuerbaren Energien

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist heute globales Ziel der gesamten Weltbevölkerung. Politisch gewollt, wird von Jahr zu Jahr mehr Strom aus regenerativen Quellen gewonnen. Dieser unaufhaltsame Megatrend bewegt auch die Finanzmärkte.

Die Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energieanlagen mit fossilen Kraftwerken ist dank zunehmend geringeren Stromgestehungskosten gegeben. Unter dem Druck des weltweiten globalen Klimawandels geben Regierungen zudem unverändert Investitionsanreize. Profi-Investoren steuern bereits bewusst um, weg von Kohle, Öl und Gas, hin zu sauberer Energie – auch um höhere Renditen zu erwirtschaften.


Schutz vor wirtschaftlichen Risiken fossiler Energien

Neben besseren Ergebnissen im Niedrigzinsumfeld geht es zunehmend auch um den Schutz vor „Stranded Assets" (ökonomisch gescheitertem Kapital). Da Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf der Ausbeutung fossiler Reserven basiert, voraussichtlich massiv an Wert verlieren werden.


Rekordinvestitionen in Sonne, Wind und Wasserkraft

Laut einer Studie des Finanzinformationsdienstes Bloomberg wurden 2017 weltweit 333,5 Mrd. US-Dollar in erneuerbare Energieprojekte investiert – das war mehr als in alle neuen konventionellen Kraftwerke zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Investitionen damit um 3 Prozent. Finanziert wurde insgesamt eine Leistung von 160 Gigawatt. Vor allem Photovoltaikanlagen (98 Gigawatt) und Windkraftanlagen (56 Gigawatt) gingen neu ans Netz. Bemerkenswert: Auch die Anzahl der neu realisierten Clean-Tech-Anlagen gegenüber 2016 ist gestiegen. Hintergrund hierfür sind sinkende Gestehungskosten vor allem in den Bereichen Wind- und Solarenergie.



540 % mehr Neuinvestitionen in saubere Energie weltweit
 

2004
62.0 Mrd. US-Dollar
2017
333.5 Mrd. US-Dollar

Marktausblick 2040

Schnell sinkende Kosten für Solar- und Windenergie sowie eine wachsende Rolle von Batterien – auch in Elektrofahrzeugen – lässt die Bedeutung von erneuerbaren Energien weiterwachsen.

Rund Dreiviertel der weltweiten Investitionen zur Stromerzeugung werden 2040 in erneuerbare Energieanlagen fließen. Die globale Kohlendioxidemission kann dadurch um 4 Prozent niedriger ausfallen als 2016. Wind- und Solarenergieanlagen werden mit einem Anteil von 48 Prozent ab 2040 konventionelle Kohlekraftwerke als Hauptquelle zur weltweiten Stromerzeugung abgelöst haben und dies bei einem weiter steigenden Energiebedarf von rund 2 Prozent jährlich.

Hiervon gehen die Analysten des Finanzinformationsdienstes Bloomberg (BNEF) in ihrem aktuellen New Energy Outlook 2017 für 2040 aus.

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